Nadine Imboden (Choreografin/Tänzerin) Event TV Fashion - Showkonzept, Inszenierung, Choreografie, Tanz und Artistik
Nadine Imboden
Erlenweg 8
CH-8700 Küsnacht
+41 79 220 41 40
www.tanzfabrik.com
Nadine Imboden hat sich national und international einen Namen als Choreografin und Regisseurin in den Bereichen Show und Entertainment gemacht. Mit ihren innovativen, temporeichen und eindrücklichen Inszenierungen und Shows begeistert Sie das Publikum. Von grossen Fashion-Shows wie dem "Elite Model Look", den Miss & Mister Schweiz-Wahlen bis hin zu grossen TV- und Zirkus-Shows, schafft es Nadine Imboden immer wieder aufs Neue, grosse Akzente zu setzen und den Funken von der Bühne aufs Publikum überspringen zu lassen. Die gebürtige Walliserin vereint Kunst, Know How und Style und liebt die grossen Bühnen. Nadine Imboden war zudem Jurorin bei den Castings der ersten Staffel der SF-Fernsehshow MusicStar und für die Choreografien der Finalisten zuständig. Bei allen Produktionen der erfolgreichen Zürcher Weihnachtsshow «Himmel auf Erden» war sie im Kreativ-Team und verantwortlich für die choreografische Umsetzung der Show. Seit 1990 hat Nadine ihre eigene Company namens «NGeneration & tanzfabrik.com gmbh» und hat sich als Créative Director einen Namen gemacht.
Nadine Imboden has achieved a national and international reputation as choreographer and director and has worked across the board in shows and entertainment. Her innovative, fast-paced, impressive, and unique productions are consistently delighting audiences. From fashion Shows, like "Elite Model Look" to the Miss- and Mister Switzerland elections as well as major TV-and Circus shows, Nadine Imboden brings out the main points on every occasion and goes over a beyond to dazzle and entertain the audiences. The Swiss born Nadine combines Art, technical know-how, and style to show her love for the big stages. Nadine Imboden was a jury member of the first season MusicStars, as seen on Swiss TV, and was responsible for the choreography of the final shows. For all productions of „Himmel auf Erden“, the most successful Zurich Christmas Show, she was member of the creative team and responsible for the choreographic realizations of the entire show. In 1990 Nadine founded her own Company named «NGeneration & tanzfabrik.com gmbh» and has since then achieved an international reputation as Creative Director.
Nadine Imboden ber MusicStar
Zürich / Steg / Sie ist Tänzerin beim Fernsehballett Friends, ist Choreografin bei den Miss-Schweiz Wahlen und führt Regie bei grossen Produktionen im Europapark. Nadine Imboden (37) aus Steg war Jurorin bei den Castings zur neuen Fernsehshow MusicStar und ist für die Choreografie der Finalisten verantwortlich. Im RZ-Interview spricht sie über ihre Arbeit vor der Kamera, die neue Show und sagt: Ich freue mich auf die Herausforderung.
Von Walter Bellwald
Können Sie singen?
Nein, ich kann definitiv nicht singen und werde es auch nicht probieren (lacht).
Welche Musik hören Sie?
Momentan bin ich Fan der Gruppe Kosheen. Aber das ändert bei mir jeweils sehr schnell. Ich liebe auch Christina Aguilera und bin ein totaler Fan von Justin Timberlake. Ich finde, er macht eine gute Show, dreht klasse Videos und ist ein super Tänzer. Er ist für mich ein richtiger Künstler.
Hat einer der Kandidaten diese Stilrichtungen beim Vorsingen gewählt?
Ja, das ist vorgekommen.
Hat Sie das bei Ihrer Bewertung beeinflusst?
Nein, auf keinen Fall.
Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen, in der Jury von MusicStar Platz zu nehmen?
Ich wurde von Toni Wachter, dem Produzenten der Sendung, angefragt, ob ich Lust hätte, als Choreografin und Jurymitglied in der Sendung mitzuwirken.
Haben Sie sofort zugesagt?
Nein. Ich musste mich zuerst vergewissern, ob ich das Projekt MusicStar neben meinen bestehenden Verpflichtungen im Europapark und dem Tanzballett Friends im Benissimo unter einen Hut bringe. Weil ich zusammen mit meinem Partner in der tanzfabrik.com, Maxim Bauer, die Choreographie der künftigen MusicStars gestalten kann, habe ich schliesslich zugesagt.
Wie viele KandidatInnen haben sich für den Musikwettbewerb angemeldet?
Rund 3000 Kandidatinnen und Kandidaten aus der ganzen Schweiz haben sich für das Casting angemeldet. Davon wurde in verschiedenen Schweizer Städten eine Vorselektion getroffen, das heisst, 400 Kandidaten qualifizierten sich für die nächste Runde. Im zweiten Durchgang wurden noch 48 KünstlerInnen ausgewählt, von denen schliesslich noch 24 übrigbleiben.
Wer war neben Ihnen in der Jury vertreten?
In der Jury war Freda Goodlett, die als Voting-Coach fungierte, dann Ivo Sacchi, Direktor der Plattenfirma Universal, Max Sieber, Unterhaltungschef von SF DRS und ich. Unsere Jury kam im zweiten Durchgang zum Einsatz und wir haben an zwei Wochenenden die besten 24 ausgesucht.
Wie geht's weiter?
Von diesen 24 Kandidaten, zwölf Frauen und zwölf Männern, werden in drei Sendungen jeweils die zwei besten vom Publikum für das Finale nominiert. Von den dritt- und viertplatzierten der jeweiligen Sendung qualifizieren sich nochmals die vier besten Künstler. Damit starten zehn Kandidaten im Finale von MusicStar, das im Januar beginnt. Arabella Kiesbauer, Chris von Rohr und Elias H. Fröhlich werden in den Qualifikationssendungen und im Finale als Experten fungieren.
Wie finden Sie das Projekt MusicStar?
Ich finde das Projekt eine super Idee. Das fördert die Kultur im eigenen Land und gibt allen Nachwuchskünstlern eine Chance, sich auf der Showbühne zu etablieren.
Wie haben Sie die Arbeit in der Jury erlebt?
Die Arbeit war anstrengend, aber sehr interessant. Wir haben uns die Aufgabe auch nicht einfach gemacht. Wir hatten als Bewertungshilfe drei Karten. Wenn jemand eine reife Leistung an den Tag legte, hat er die grüne Karte gezeigt bekommen. Die rote Karte bekam jemand, der kein oder wenig Talent hatte und bei der blauen Karte haben wir uns Bedenkzeit genommen. Wir hatten anfangs fast keinen Anhaltspunkt und mussten abwarten, wie sich das gesangliche Niveau entwickelt. Darum haben wir die blaue Karte zu Hilfe genommen und uns später über ein Weiterkommen dieser Kandidaten nochmals unterhalten.
Was waren die Kriterien für ein Weiterkommen?
Sicher musste das gesangliche Können vorhanden sein. Anderseits war es auch wichtig, was für eine Ausstrahlung und ein Charisma die Kandidaten hatten. Auch das tänzerische Element war ein wichtiger Punkt. Es bringt ja nichts, wenn jemand eine aussergewöhnliche Stimme, aber keine Ausstrahlung hat. Darum haben wir darauf geachtet, dass die Kandidaten einen guten Gesamteindruck hinterlassen haben.
Wie hart ist die Kritik gegenüber den Kandidaten ausgefallen?
Unser Ziel war es sicher nicht, jemanden fertig zu machen. Wir haben bewusst darauf geachtet, eine sachliche Bewertung zu machen und aufbauende Kritik zu geben. Daran haben wir uns bis zum Schluss gehalten. Viele Kandidaten waren ohnehin schwer enttäuscht über ihr Ausscheiden. Da braucht es nicht auch noch einen verbalen Verriss.
Waren auch Walliser mit von der Partie?
Ja. Beim Casting haben zwei Walliserinnen und ein Walliser teilgenommen. Der junge Mann hat es in die zweite Runde geschafft. Ich habe ihm ganz fest die Daumen gedrückt. Ich hä gideicht, machs, dü bischt än Walliser, gib mu. Aber leider hat es nicht bis ins Finale gereicht. Allerdings muss ich sagen, er war noch sehr jung. Aber er hat eine gute Stimme und kann daran arbeiten. Vielleicht packt er es ein andermal.
Wie war das Niveau beim Vorsingen?
Ich war sehr positiv überrascht, wie viele gute Nachwuchstalente wir bei uns haben. Wir werden ein paar sehr gute Sendungen erleben.
Findet sich auch ein Schweizer Daniel Küblböck unter den Finalisten?
Ja, doch. In der zweiten Runde hatten wir einen Kandidaten, der dem eigentlichen Küblböck sehr ähnlich gekommen ist. Der Typ hat eine super Show geliefert und wir hatten alle unseren Spass. Es war sensationell. Aber leider haben wir bei ihm die stimmlichen Qualitäten vermisst. Darum mussten wir uns schweren Herzens von ihm trennen.
Haben sich auch ältere Semester für die Castings gemeldet?
Ich war überrascht, wie viele ältere Semester sich zu den Ausscheidungen gemeldet haben. Einer der Finalisten beispielsweise ist ein reiferer Typ mit schwarzer Hautfarbe und einer unglaublich souligen Stimme. Als er seine Show abzog, war ich hin und weg. Wir waren alle total begeistert.
Wenn Sie nicht in der Jury von MusicStar sitzen würden, hätten Sie sich für das Casting der Show beworben?
Ich glaube nicht, dass ich mich für MusicStar beworben hätte, weil mir die stimmlichen Voraussetzungen gefehlt hätten. Ich wollte immer schon Tänzerin werden und habe mich voll auf diese Ausbildung konzentriert. Zwischendurch jobbte ich auch als Model in Mailand, merkte aber bald einmal, das der Laufsteg nicht meine Welt ist. Wenn ich jetzt aber hinter die Kulissen der Music-Show sehe, würde ich es auf alle Fälle probieren. Es ist eine tolle und nützliche Erfahrung für alle Kandidaten, einmal bei einem grossen Casting dabei gewesen zu sein.
Die ausländischen Fernsehanstalten haben es vorgemacht, aus pubertierenden Jugendlichen richtige Fernsehstars zu machen. Was denken Sie, ist das bei uns in der Schweiz auch möglich?
Wenn der Gewinner der Show die Energie dazu hat, richtig Vollgas zu geben, bin ich überzeugt, dass er es packen könnte. So viele Stars gibt es ja bekanntlich bei uns in der Schweiz nicht. Da könnte man ein neues Talent gut brauchen.
RTL hats vorgemacht. Heute wird auf bald jedem Fernsehkanal die beste Stimme oder Gruppe gesucht. Musste das Schweizer Fernsehen auf diese Schiene aufspringen?
Ja, unbedingt. Warum soll man dem Nachwuchs in der Schweiz nicht auch eine Chance geben, sich zu behaupten und sein Können unter Beweis zu stellen?
Wird MusicStar ein Publikumsrenner?
Ganz bestimmt. Wenn man sieht, was für Einschaltquoten die Sendungen in Deutschland erreichen, bin ich überzeugt, dass die Sendung MusicStar auch bei uns ein Erfolg wird. Die Leute sind sicher interessiert, wer bei den Vorausscheidungen mitgemacht hat und wers letztendlich bis ins Finale schafft.
Wer ist Ihre Favoritin oder Ihr Favorit für den MusicStar?
Ich habe im Moment noch keinen Favoriten, weil ich mich bis jetzt zu wenig mit den einzelnen Kandidaten befassen konnte. Ich glaube, es ist auch nicht meine Aufgabe, jemanden für MusicStar zu favorisieren. Mein Job ist es, von allen Kandidaten die positiven Eigenschaften hervorzuheben und ihnen Selbstsicherheit zu verleihen, damit sie ein stilsicheres Auftreten bekommen.
Sie begleiten die Stars von morgen als Choreografin bis ins Finale. Was reizt Sie an der Aufgabe?
Das ist eine grosse Herausforderung für mich. Das schöne an der Aufgabe ist es, diesen Menschen auf ihrem künftigen Weg etwas mitzugeben. Das habe ich schon früher bei meiner Arbeit in der Tanzfabrik Steg sehr geschätzt. Ich habe sehr viel positive Echos und Dankbarkeit bekommen. In dem Business, wo ich sonst beheimatet bin, sind alle so cool und super, dass ich fast kein Feedback bekomme.
Welches (Tanz-)Projekt planen Sie nach MusicStar?
Ich werde sicher auch künftig mit dem Tanzballett Friends im Benissimo auftreten. Daneben planen wir schon für die grosse Show Himmel auf Erden, die im nächsten Jahr in Zürich stattfinden wird. Das ist ein Mix zwischen Varieté, Schauspielerei und Tanz, aber es enthält eine fiktive Geschichte. Aber soviel kann ich schon mal verraten, es wird eine Super-Show.